ein Angebot von TIB und BSB
realisiert von Universität Bonn, TU Darmstadt und TU Graz
gefördert durch DFG

projektbeschreibung


Bibliothekarische Dienstleistungen sind bisher weitestgehend auf Informationsbestände beschränkt, die in textueller Form vorliegen. Im Mittelpunkt des Projekts PROBADO, Leistungszentrum für Forschungsinformation der Deutschen Forschungsgemeinschaft, steht die Etablierung und prototypische Realisierung von Bibliotheksdiensten für "allgemeine" Dokumenttypen. Es wird der Fragestellung nachgegangen, wie für unterschiedliche Dokumenttypen die Unterstützung einer semi-automatischen Erschließung, d.h. einer Anreicherung mit Semantik (z.B. Metadaten), der Lagerung, der Suche und der Bereitstellung erreicht werden kann.

Im Fokus von PROBADO stehen zwei Anwendungsdomänen, die von den Projektpartnern aus ihren jeweiligen Forschungsaktivitäten heraus bereits seit vielen Jahren im Kontext von innovativen Bibliotheksdiensten intensiv bearbeitet werden:

●  3D-Computergrafik (Prof. Fellner, TU Darmstadt/FhG IGD; Prof. Klein, Uni Bonn)
●  Musik (Prof. Clausen, Uni Bonn)

Ein Ziel des Leistungszentrums ist es, für diese zwei Anwendungsdomänen Dienste zu entwickeln und zunächst prototypisch zu betreiben, mit denen nicht-textuelle Dokumente ganz oder teilweise automatisch erschlossen, gelagert, recherchiert, abgerufen und untereinander - auch über die einzelnen Anwendungsdomänen hinweg - verknüpft und genutzt werden können.

Für die Einbringung der Bibliothekskompetenz in das Leistungszentrum und für den Betrieb des Dienstes selbst werden verantwortlich sein:

●  TIB Hannover, Direktor Uwe Rosemann: 3D-Computergrafik
●  BSB München, Generaldirektor Dr. Rolf Griebel: Musik

Da neben diesen zweien noch eine Vielzahl weiterer Anwendungsdomänen existieren, in denen ebenfalls komplexe Dokumente anfallen, ist ein zweites wesentliches Ziel des Zentrums die Entwicklung von Werkzeugen, mit denen effizient weitere Anwendungsdomänen und Dokumententypen angebunden werden können. Der Betrieb des Dienstes für 3D-Computergrafik und für Musik ist damit nicht nur ein Gewinn für die jeweiligen Wissenschaftsbereiche; gleichzeitig ist er auch als ein Prototyp für die Erschließung weiterer Wissenschaftsfelder zu sehen.